Plotten wird immer beliebter und ist mittlerweile ebenso ein DIY-Trend, wie Nähen, Stricken und Sticken. Plotten eröffnet kreative Möglichkeiten zum Basteln mit Papier, zum Individualisieren von Textilien mit Flex- und Flockfolien oder zum Verschönern von Wänden und Gegenständen mit Vinylfolien.
Wenn du Ideen hast, die mit einem Plotter umgesetzt werden sollen, nehme ich gern individuelle Plottaufträge an. Sei es ein Namenszug für die Zuckertüte oder ein bestimmtes Motiv für ein T-Shirt oder Kissen. So kannst du dein Nähprojekt noch einmal individualisieren und gibst ihm ein zusätzliches Highlight. Aber auch fertige T-Shirts oder Kissenhüllen können mit einem individuellen Bügelbild verschönert werden – ob zum Geburtstag, zur Hochzeit oder für einen anderen besonderen Anlass. Ich verwirkliche gern mit dir zusammen deine Ideen. Schreibe mich dafür gern per Mail oder Whatsapp an und wir besprechen deine Wünsche.
Für dieses Hobby benötigst du einen Schneideplotter, welchen es mittlerweile auch für den Hobbybereich in unterschiedlichen Varianten gibt – klein und kompakt wie ein Drucker.
Mit diesem kannst du kinderleicht Zeichnungen und Bilder auf verschiedene Materialien (z.B. Flex- oder Flockfolien) übertragen und sie mittels Bügeleisen oder Transferpressen auf Textilien und Materialien aller Art applizieren. Somit ist der Plotter eine wundervolle Ergänzung für deine Nähprojekte.
Aber natürlich kannst du damit auch Papier, Pappe oder Stoff präzise schneiden lassen und so z.B. tolle Karten basteln, Aufkleber herstellen oder Dekoartikel zaubern.
Wie fast immer, steht am Anfang eine Idee. Du kaufst dir entweder eine fertige Plottdatei oder zeichnest dir selbst das Motiv in einem Grafikprogramm oder direkt in der Plottersoftware. Der Plotter schneidet das Motiv aus dem gewählten Material heraus (z.B. aus einer Folie oder auch Pappe und Papier). Nun musst du nur noch die umliegende Plotterfolie, die nicht zum Motiv gehört, ablösen. Je nachdem, wie filigran und aufwändig das Motiv ist, kann das „Enthakeln“ unterschiedlich aufwändig sein und verschiedene Hilfsmittel dafür benötigt werden. Ich nutze dafür gern eine Grafikpinzette und ein Bastelskalpell.
Das fertige Motiv kannst du nun mit Hilfe eines Bügeleisens oder einer Transferpresse auf den Stoff übertragen. Hierfür solltest du dir immer die Pressangaben der Folienhersteller genau durchlesen und anwenden!
Im Kontext des Nähen bilden Textiltransferfolien (also Flex- oder Flockfolien) meist das Trägermaterial für deine Motive. Hier gibt es unterschiedliche Folienarten, von denen wir dir die beiden gängigsten kurz vorstellen:
Flexfolien sind glatte Folien aus Polyurethan, die sowohl in matt als auch in glänzend und natürlich in allerlei ausgefallenen Farben erhältlich sind. Auch exotische Folien mit Spezialeffekten (z.B. floureszierend oder glitzernd) finden sich. Diese normalen Flexfolien sind vorwiegend für Stoffe aus Baumwolle, Polyester und deren Mischgewebe geeignet und lassen sich ohne Probleme bei mind. 40°C waschen. Viele Hersteller verkaufen mittlerweile ihre Folien mit Ökotex 100 zertifiziert. Außerdem gibt es Flexfolien auch für Stoffarten, die hitzeempfindlicher sind (z.B. Nylon, Softshell, Polyester). Diese müssen nicht mit 160°C aufgebügelt werden, sondern können schon bei 120°C appliziert werden.
Flockfolien sind Veloursfolien aus Viskosefasern und Polyurethan, die eine samtige Oberfläche aufweisen. Sie sind etwas deckender als Flexfolien allerdings nur für Baumwolle, Polyester und deren Mischgewebe geeignet. Sie werden bei 160°C aufgebügelt und können bei 40°C gewaschen werden.
Wenn du dich für die passende Folienart entschieden hast, erklären wir dir hier den Umgang mit den verschiedenen Folien und wie du sie richtig aufbügelst, um zu einem sauberen Ergebnis zu gelangen:
Heize das Bügeleisen auf 160°C (Baumwolle/Leinen)
Achtung: OHNE Dampf bügeln! Das Bügeleisen sollte auch keinen Restdampf enthalten!
Auf empfindlichen Materialien am besten vor dem Aufbügeln einen Bügeltest machen. Teste an einer unauffälligen Stelle, ob das Bügeleisen einen Abdruck hinterlässt. Falls ja, dann die Temperatur etwas tiefer stellen und erneut testen.
Lege das trockene Textil (am besten ohne Weichspüler vorgewaschen) auf einen hitzebeständigen und stabilen Untergrund. Benutze kein Bügelbrett, da dieses zu weich und federnd ist und so nicht genug Druck ausgeübt werden kann.
Die gewünschte Stelle auf dem Textil kurz 3-5 Sekunden vorbügeln.
Lege das Motiv mit der Transferfolie nach oben auf die gewünschte Stelle und decke es mit Backpapier ab.
Setze das Bügeleisen nun unter starkem Druck auf das Backpapier (nicht hin- und hergleiten) und presse 5-7 Sekunden. Ist das Motiv größer als das Bügeleisen, achte besonders auf die Ränder.
Entferne nun das Backpapier und ziehe die Trägerfolie ab, wenn das Motiv KALT ist.
Zur besseren Fixierung kannst du nun das Motiv entweder von links oder mit Backpapier auf dem Motiv (ohne Transferfolie) kurz nachbügeln.
Sollte das Motiv noch nicht am Textil haften, wiederhole einfach den Bügelvorgang mit viel Druck. Zeit und Hitzeangaben beachten: Bei zu kurzen Presszeiten kann sich der Textilkleber nicht mit dem Textil verbinden und das Motiv kann sich stellenweise wieder lösen. Bei zu langen Presszeiten beginnt die Transferfolie zu schrumpfen und wirft dadurch Falten in der Folie.
Sollte sich das Motiv beim Tragen oder Waschen lösen, bügel es einfach wieder mit viel Druck an.
Heize das Bügeleisen auf 165°C (Baumwolle/Leinen)
Achtung: OHNE Dampf bügeln! Das Bügeleisen sollte auch keinen Restdampf enthalten!
Auf empfindlichen Materialien am besten vor dem Aufbügeln einen Bügeltest machen. Teste an einer unauffälligen Stelle, ob das Bügeleisen einen Abdruck hinterlässt. Falls ja, dann die Temperatur etwas tiefer stellen und erneut testen.
Lege das trockene Textil (am besten ohne Weichspüler vorgewaschen) auf einen hitzebeständigen und stabilen Untergrund. Benutze kein Bügelbrett, da dieses zu weich und federnd ist und so nicht genug Druck ausgeübt werden kann.
Die gewünschte Stelle auf dem Textil kurz 3-5 Sekunden vorbügeln.
Lege das Motiv mit der Transferfolie nach oben auf die gewünschte Stelle und decke es mit Backpapier ab.
Setze das Bügeleisen nun unter starkem Druck auf das Backpapier (nicht hin- und hergleiten) und presse 10-15 Sekunden. Ist das Motiv größer als das Bügeleisen, achte besonders auf die Ränder.
Entferne nun das Backpapier und ziehe die Trägerfolie ab, wenn das Motiv KALT ist.
Zur besseren Fixierung kannst du nun das Motiv entweder von links oder mit Backpapier auf dem Motiv (ohne Transferfolie) kurz nachbügeln.
Sollte das Motiv noch nicht am Textil haften, wiederhole einfach den Bügelvorgang mit viel Druck. Zeit und Hitzeangaben beachten: Bei zu kurzen Presszeiten kann sich der Textilkleber nicht mit dem Textil verbinden und das Motiv kann sich stellenweise wieder lösen. Bei zu langen Presszeiten beginnt die Transferfolie zu schrumpfen und wirft dadurch Falten in der Folie.
Sollte sich das Motiv beim Tragen oder Waschen lösen, bügel es einfach wieder mit viel Druck an.